Hallo Michael,
erstmal nachträglich Glückwunsch zum tollen Gefährt.
Ich schrieb ja schon kürzlich, dass ich mich entschlossen habe, das Dach draufzulassen. Nachdem, was ich bisher gesehen und gehört habe, würde ich genau wie Gerd davon abraten. Die Gefahr, Bus oder Dach nachhaltig zu beschädigen, halte ich für zu gross, und der Aufwand muss irrsinnig sein.
Schrieb der, der im vergangenen Winter alle GFK-Verkleidungen zur Reparatur und Rostvorsorge von seinem Bus heruntergeschnitten hat...
Je nach Restsubstanz Deiner Rinne halte ich die Empfehlung von Gerd für die sinnvollste, allerdings erfordert das sehr fachkundige Hände.
Meine Rinne, die mit unglaublichen Mengen Sika eingekleistert war (von 'Rinne' konnte keine Rede mehr sein) habe ich mit Hilfe eines 'Fein Multimasters' Mit der 5mm Schneidklinge und einer Kevlarbürste (Nicht Draht!) auf einem Akkuschrauber (Nicht Bohrmaschine, Akkuschrauber kann man besser führen und dreht langsamer) gesäubert. (Tip von drglaubnix - funktioniert klasse!)
ich hatte das Glück, auf überraschend viel Substanz zu stossen, Schweissarbeiten waren nicht erforderlich.
![[image]](images/uploaded/2013082009521552133c502688e.jpg)
![[image]](images/uploaded/2013082009531452133c8a92a95.jpg)
Komischer vereinzelter Lochfrass, das sind sicherlich VW T3 Dachrinnentermiten gewesen !
Der 'Rinnenboden' war völlig unauffällig.
Ich habe mich mit einem Karosseriebaumeister zusammen entschlossen, die Rinne von aussen metallisch zu reinigen und mit 'V60', einem Epoxydharz zu versiegeln. Dieses Material haftet wie Teufel und schliesst Luftdicht ab. Somit hat der Rost chemisch seine Fortpflanzungsberechtigung verwirkt. Ein Mittlerweile 10 Jahre alter Test, den mein Karosseriebauer im Einsatz hat, zeigt, dass verschlossener Rost noch nicht wieder durchgedrungen ist.
Problem ist, dass dieses Zeug von Mercedes-Benz intern verwendet und nicht verkauft wird. Ich kann es ausser für den Eigenbedarf auch nicht beschaffen, bin selbst Bittsteller. Aber vielleicht ist ja jemand hier unterwegs, der andere Kanäle findet. Die Verpackung sieht so aus:
![[image]](images/uploaded/2013082010044452133f3c8d7ae.jpg)
Von innen bin ich dem Rat von Alexxx gefolgt und werde, wie er an seinem T3 auch, Owatrol (Ausführliche Beschreibung beim Korrosionsschutzdepot.de) in mehreren Schichten auftragen, sobald sich wieder genügend Flugrost in der Rinne gebildet hat, um das Owatrol aufzunehmen (Owatrol funktioniert nicht auf blankem Metall!)
Meine Rinne bekommt kein Sika mehr, ich bin der Meinung, das Zeug hat nur den Zweck, erneut entstehenden Rost möglichst lange zu verdecken.
Sollte sich wieder welcher zeigen, wird erneut mit Owatrol geflutet.
Jetzt gibt's noch eine Aufgabe: Der Rost, der von innen unter dem GFK-Dach herauskommt. Auch da habe ich wieder das Korrosionsschutzdepot 'befragt'. Die für mich effizienteste Lösung war, den Hohlraumkonservierer, durch dessen Hände mein Dehler gegangen ist, darum zu bitten, so gut es geht Mike Sanders von Innen auf das verbliebene Dachblech zwischen die Innen- und Aussenschale des Dehlerdaches zu bringen. Das kann man alternativ auch relativ einfach mit Fluid-Film erledigen.
Die Zeit wird es zeigen...
Gruss in die Runde