Testergebnisse - T3 und Bioethanol in verschiedenen Dosierungen
Hallo und ein frohes Neues,
vielleicht kann ich Euch einiges zum Thema sagen. Ich habe vor meiner Selbstständigkeit ja bei einem großen deutschen Mineralülunternehmen gearbeitet und war dort für Biokraftstoffe zuständig.
Ich dieser Zeit bin ich auch T3 gefahren mit dem 2.1L MV Motor und habe diesen Wagen dank eigener Tankstelle immer fleißig mit Bioethanol E85 gefüttert, die Dosierungen haben dabei immer geschwankt.
Vor dem Bus habe ich einen Jetta gefahren 1,8l RP Motor, der hat E85 pur verbrannt, ist damit über 60.000km ohne Probleme gelaufen und es hat sich weder an den Aluminiumteilen noch an den Gummischläuchen irgendwas getan.
Der Wagen hat Vollgas bis zum geht nicht mehr gesehen, angeblich sollte dann ja auf Grund der geringeren motorischen Innenkühlung die Ventile schmelzen, und und und. Zusammengefasst kann ich sagen, nicht ein Schaden mehr, nicht ein PS Mehrleistung, nichts. Aber: Im Winter muss man schon \"orgeln\" um den Wagen zum Laufen zu bekommen. Da habe ich dann immer den Benzinanteil erhüht.
Beim Bus ging vom Gemisch nicht ganz so viel, der brauchte auch immer Sommer immer 10-15l Benzin mit in dem Tank, aber auch dieser Wagen hat sich weder selbst zerstürt noch hat sich irgendeines seiner Bauteile aufgelüst.
Ich würde mir bei so einer niedrigen Mischung wie E10 also absolut keine Sorgen machen. Allerdings würde ich als Hersteller auch keine Zusicherungen für 20Jahre alte Autos geben.
Außerdem ist die Automobilindustrie mit der Mineralülwirtschaft verheiratet und Mineralülkonzerne müssen Bioethanol zukaufen, somit haben Sie wenig Interesse daran, dass ein Hersteller zugibt, dass dieser Kraftstoff bedenkenlos gefahren werden kann, denn sie wollen doch viel lieber ihre minerallischen Kraftstoffe verkaufen. Meiner Meinung nach sind die Probleme um den Kraftstoff also eher politischer Natur als technischer.
Zumal Ethanol ja nun schon seit Jahren als Oktanzahlbooster in Superbenzin verwendet wird, dort waren schon immer bis zu 7% drin.
Letztendlich muss natürlich jeder selbst entscheiden was er mit seinem Fahrzeug riskiert, aber ich mache mir keine Gedanken über einen Kraftstoff wie E10.
Ach und noch ein Wort zu den Bioethanol-Steuergeräten, Null Funktion, albsolut primitive Technik (Vorwiderstände) und keine Zulassung.
So genug geredet.
Alex