Hallo Detlef,
schau mal hier...
Wegen einer schlimmen Aufschieberitis bin ich noch nicht dazu gekommen, mein Vorhaben mit der Beschreibung in die Tat umzusetzen.
Nochmal ein Paar Tipps:
lange Messer (gerne vom Trödel) mit Fett oder Öl benetzt
sehr lange und flache Keile (gerne 50cm, z.B. aus einem alten, flachgeschliffenen Besenstiel)(Wichtig, um die zu schneidenden Klebepunkte und -Flächen etwas auf Spannung zu halten, das gehr VIEL leichter)
Daumendicke LED Taschenlampen (lassen sich einklemmen, um die Spannung aufrecht zu erhalten und gleichzeitig den Arbeitsbereich zu beleuchten)
Mit dem Draht bin ich furchtbar schlecht zurechtgekommen, damit hab' ich mir mehr GFK kaputtgeschnitten als Nutzen gehabt.
Cuttermesser sind nur selten hilfreich, da die Klingen beim biegen schnell brechen. Ausserdem hinterlassen sie sehr glatte Schnittflächen, was zu hoher Kohäsion beim durchschneiden der z.T. Handtellergrossen Klebepunkte führt. Da ist es günstiger, eine weniger präzise oder sogar leicht bezahnte Klinge einzusetzen.
Ich habe als erstes den kompletten unteren Rand mit einem langen geraden Messer abgetrennt (dauerte bei mir gut eine Stunde) Danach jeweils das in FR vordere Teil der Beplankung von unten nach oben. Als nächstes von vorne aus unter der Dachrinne entlang nach hinten und am hinteren Teil von unten nach oben, wobei die Reihenfolge hier ziemlich egal ist.
Nach meiner Erfahrung ist es kaum möglich, die Beplankung zwischen C- und D- Säule abzunehmen, ohne vorher die zwischen B- und C- Säule 'runtergenommen zu haben, da Du im ersten Fall nicht an die Klebepunkte im Bereich der C-Säule herankommst. Du müsstest ja ein Messer in den senkrechten Spalt zwischen Mittel- und hinterer Beplankung stecken und dann im 90 grad Winkel unter die hintere Beplankung kommen, um dann nach oben oder unten zu schneiden. Das klappt nicht.
Der Punkt an dem Du gerade verzweifelst ist zum Glück mit Schaumklötzchen befestigt, die Du mithilfe der oben erwähnten Keile vorsichtig hebelnd auseinanderbrechen kannst.
Ich hoffe, das Bild kommt gross genug 'rüber, sonst schick mir 'ne mail
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ACHTUNG! Ganz fies ist der eine Klebepunkt, der sich im Bild links oben befindet. Wenn Du den nicht gefunden hast, meinst Du, das GFK Teil ist bereits besiegt, wenn Du noch ein kleines Bisschen hebelst - oder noch etwas mehr - verdammt, das muss doch irgendwie... "KNACK!"
Das Messer, mit dem Du in FR hinter dem Lufteinlass um die Fahrzeugecke kommst, ist vorzugsweise sehr billig und demzufolge biegsam mit wenig Elastizität, Vorzugsweise furchtbar fettig, vorzugsweise sehr geduldig zu führen. Dort habe ich von unten nach oben geschnitten und mit Keilen nachgeschoben.
Einen Weg, das Prozedere durch Temperatur oder Chemie zu beschleunigen hab ich nicht gefunden.
Über eine Methode, das ganze reversibel zu befestigen habe ich lange nachgedacht, im Netz nach Clips gefahndet, mit Alexxx telefoniert, meinen Karosseriebaumeister gelöchert und was weiss ich mehr. Letztendlich habe ich alles wieder geklebt. Aber nicht mit Sika, sondern mit dem Polymerkleber, den Du bei Rainer bekommen kannst, ebenso wie die Klötzchen. Rainers Kleber zeichnet sich durch eine affenartige Abbindegeschwindigkeit aus, die sehr hilfreich ist. Da verrutscht beim ankleben nichts mehr über Nacht, das kann böse in die Hose gehen.
Das Abdichten der Isoscheibe habe ich zur Karosse (bzw zur Originalscheibe) auch mit Sika (bzw. Rainers Polymerkleber) vorgenommen. Die Kunststoffscheibe selbst habe ich mit Kompriband (gib das mal bei ebay ein) vorgenommen. Hirnigerweise habe ich dieses aber auf die Scheibe und nicht auf die Beplankung geklebt, so dass sich einige wenige Schrauben mit dem Mordskleber des Bandes verdrillt und dieses eingerissen haben. Mit dem Erfolg, das ich da jetzt nochmal dran muss.
Achja, nochwas, denk' mal drüber nach M3 VA-Muttern hinter die Beplankung zu kleben, dann kann Dir nie wieder ein Gewindeloch beim festschrauben der Kunststoffscheibe ausreissen.
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